Gustav Karlson

schreibt ein (Reise)Tagebuch

 

Ja, ich bin's wirklich: Euer Gustav Karlson. Wegen dieser weltweiten Virusgeschichte musste ich ja von Stade aus zurücktrotten nach Kurravaara, in mein Dorf ganz hoch im Norden Schwedens. Aber nun mache ich mich auf nach Stade in Windeseile. Von meiner Reise und von meinen Erlebnissen in Stade berichte ich hier. 


08. september

Heimweh nach dem herzblut

 

 

„SMÄRTA, SLÄPP TAGET!“, rufe ich mit der Inbrunst eines Verzweifelten. SCHMERZ, LASS NACH! Da bin ich gerade über die malerische Hafenpromenade von Vejle spaziert, habe stadtauswärts die schönste dänische Natur um mich herum und kann es nicht genießen.

Kennt ihr das, meine lieben Freunde? Der entzückendste Ausflug ist ohne Begleitung nur die Hälfte wert. Ich jedenfalls möchte meine Erlebnisse mit einem anderen Wesen teilen, und zwar mit dem liebsten Geschöpf, das ich kenne: LOTTA! Nachts träume ich von dieser grazilen, einfach hinreißenden Traberstute, aber wenn ich aufwache… nichts. Und unterwegs sind meine Beine schwer wie Blei… und mein Herz fühlt sich genauso schwer an. 

Das gibt’s doch nicht! Jetzt hab ich mich mit der Schnute auch noch in einem Weidezaun verhakt! Hat sich die ganze Welt gegen mich verschworen???

Kaum kann ich mich mit einem tollkühnen Ruck befreien, hab ich die Schnauze endgültig voll. Auf meinen Spreizhufen mache ich einen bravourösen U-Turn und trete den Rückweg an. Am besten nehme ich den kürzesten Weg über Kopenhagen nach Malmö: die Öresundbrücke. Und dann, ihr Lieben, werde ich zum KIDNAPPER! Ich entführe Lotta, auch wenn es mich meinen guten Rentier-Ruf kostet. Ich nehme sie einfach mit, und dann verbringen wir unsere Flitterwochen bei euch in Stade. 

Noch nie haben meine Spreizhufe ein solches Tempo vorgelegt wie jetzt. Wer mir unterwegs Hufschellen anlegen und mich festnehmen will, der kriegt meine Hörnchen zu spüren. Und wie! Die sind nämlich nicht aus Schaumstoff-Flocken.

Meine Freunde, bitte drückt die Daumen, damit alles gutgeht.

Euer Gustav Karlson (krank vor Liebeskummer…)  



01. september

ERST LIEBE DANN KUMMER

 

Hej liebe Freunde, 

im Pferdeanhänger sind Stute Lotta und ich uns immer nähergekommen. Wir teilen sogar die gleiche Leidenschaft: das Traben mit Höchsttempo. Allerdings erzählt sie mir, dass sie vor den Trabrennen immer Lampenfieber kriegt und auf der Strecke zurückbleibt. „Ich gewinne nie einen Pokal“, sagt sie traurig. Schon jetzt hat sie Schweißausbrüche, und als wir die Rennbahn von Jägersro betreten, schlottern ihre Beine wie Espenlaub. Ihr Frauchen spannt den Sulky an, setzt sich hinein und führt Lotta zur Startlinie. Eilig durchwühle ich meinen Ryggsäck, krame das kleine Rentier aus Ton hervor, das ich in Gävre gekauft hatte, und hänge es Lotta um den Hals. „Das ist ‚Gustav zwo‘, flüstere ich ihr ins Ohr. „Han borde vara din maskot.“ – „Er soll dein Maskottchen sein.“ Bei Lottas hinreißendem Augenaufschlag schmelze ich fast dahin... Aber für Liebesgesäusel ist jetzt keine Zeit, denn als Rentier gehöre ich nicht auf die Rennbahn. 

Gerade habe ich ein Plätzchen an der Zielgeraden ergattert, da fällt auch schon der Startschuss. Lotta trabt an und setzt sich schon in den ersten Sekunden an die Spitze. Doch kurz darauf spurtet ein Rappe an ihr vorbei… dann folgt ein hochgewachsener Falbe … dann wird Lotta von einer anderen Stute überholt… NEIIIN! Lotta soll doch GEWINNEN! Ich drücke alle meine Spreizhufe, und als Lotta in der ersten Runde an mir vorbeitrabt, feuere ich sie an. „Lauf, Lotta! Ta om de halta änderna!“ – „Überhol die lahmen Enten!“ Als Lotta mir einen kurzen Seitenblick zuwirft, sieht es aus, als würde sie lächeln. Während ich ihr weiter Mut zurufe, trabt sie plötzlich an dem ersten Konkurrenten vorbei, dann am nächsten und nächsten… Wie eine junge Göttin zieht sie den Sulky hinter sich her, als sei das Ding aus Watte, rennt als Erste über die Zielgerade und bleibt Nase an Nase vor mir stehen. „Danke, Gustav“, säuselt sie mir ins Ohr. „Du hast mir Mut gemacht.“

Als Lotta den Pokal bekommt, muss ich mich auch schon verabschieden. HIMMEL, fällt das schwer! „Du musst immer an dich glauben, Lotta“, sage ich zu ihr. Sie nickt wiehernd und will mir ‚Gustav zwo‘ zurückgeben, aber den soll sie behalten. „Dann bin ich immer bei dir. Och du kommer aldrig bli rädd igen.“ – „Und du wirst nie wieder Angst haben.“ Eine Träne tropft aus ihrem linken Auge, doch da wird sie schon von Lottas Frauchen zum Pferdeanhänger geführt. NICHT MAL EIN ABSCHIEDSKUSS … Schweren Herzens trete ich meine Weiterreise an, und bei jedem Schritt denke ich an Lotta. 

Ob Liebeskummer jemals vergeht? Bitte gebt mir doch einen Rat, meine Freunde… 

  


05. september

Scherereien mit Kumpel Ole

 

Hej, meine entzückenden Freunde,

auf dem Weg nach Göteborg bin ich Ole begegnet, einem älteren Rentier. Da er auch nach Dänemark übersetzen will, gehen wir das letzte Stück des Weges gemeinsam. Ole ist noch nie gereist, schon gar nicht per Schiff, darum freut er sich über meine Begleitung. Er will einen Freund im dänischen Nordjütland besuchen, der dort auf einem Bauernhof lebt.

 

Alles läuft nach Plan… doch während der Überfahrt nach Frederikshavn benimmt sich Ole plötzlich ganz seltsam. Er rollt mit den Augen, was ihn etwas dusselig erscheinen lässt, und gibt merkwürdige Geräusche von sich. Kurz darauf beugt er sich über die Reling und erbricht seine letzte Mahlzeit in den Kattegat. „VILKA FÖRORENINGAR!“, schimpfe ich. „SO EINE UMWELTVERSCHMUTZUNG!“ Keine Wellen, keine Sturmböen, das Wasser liegt regungslos da – aber Ole spuckt ins Wasser! Er wirkt wie ein Häufchen Elend und betont immer wieder, er müsse sterben. Da regt sich prompt mein Mitgefühl. Ich geleite Ole zum Bug der Fähre und rate ihm, immer geradeaus zu gucken. Immer in Fahrtrichtung. Es hilft tatsächlich! Bis wir in Frederikshavn anlegen, kann Ole seinen Mageninhalt bei sich behalten. Er bedankt sich, ich verabschiede mich herzlich von ihm und laufe nun wieder mutterseelenallein des Weges. Ohne Kumpel Ole, ohne Kompass, ohne LOTTA!

 

Dabei stellt sich mir eine bohrende Frage: Darf sich ein Rentier-Hirsch überhaupt in eine Trabrenn-Stute verlieben?



28. August

Auf die Hufe, fertig, sundsvall

 

Wer mit viel Gewicht reist, kommt langsamer ans Ziel. „Så dum en ren kan vara?!“, grummele ich in mich hinein. „Wie blöd kann ein Rentier sein?!“ 

Entschuldigt bitte, meine lieben Freunde, wenn ich heute etwas mürrisch bin. Habe einen jungen Mann mit einem Handkarren auf der Straße getroffen, der unbedingt in Sundsvall angeln will. Okay, das liegt auf meiner Strecke und nette Angler sind mir auch in Stade an der Schwinge begegnet, ABER: Seit zwei Stunden zerre ich nun diesen Karren mitsamt Anglerausrüstung hinter mir her, in dem es sich auch noch der Hobbyfischer gemütlich gemacht hat! Ganz ehrlich, Leute, ich bin zu gut für diese Welt. Als wir endlich Sundsvall erreichen, verabschiedet sich der junge Kerl und drückt mir dankend ein paar schwedische Kronen in den Spreizhuf. „Das ist doch nicht nötig“, protestiere ich theatralisch, doch der Angler meint, ein so geniales Ren(n)-Taxi wie ich müsse belohnt werden. Stimmt, denke ich. Und wenn ich schon in Sundsvall bin, dann schaue ich mich hier mal etwas um. 

Es lohnt sich! Sundsvall liegt wie hingemalt an der schwedischen Nordostküste, hat einen kleinen, snukkeligen Hafen und ist eine traumhafte Steinstadt. Versteht mich nicht falsch, ich liebe unsere bunten, schwedischen Holzhäuser. Aber Sundvalls Stadtkern besteht nun mal aus Steinen und Ziegeln – genauso wie Eure entzückende Altstadt in Stade. Dieser Gedanke spornt mich an, meine Reise schnellstens fortzusetzen. Ohne den hinderlichen Handkarren rase ich mit meiner Rentier-Höchstgeschwindigkeit von 82 Stundenkilometern an der Küste entlang. 

Bahn frei – der rasende Gustav kommt!

 


29. August

Gustav in gävre - Gustav im gluck

 

Hej Ihr entzückenden Freunde in Stade,

an der Stadt Gävre kann ich heute einfach nicht vorbeilaufen. Bin viel zu neugierig auf die zahlreichen Künstler und Kunsthandwerker, die hier in ihren Holzhäusern leben. Wachen Auges schlendere ich durch die Straßen und hoffe, ein hübsches Souvenir aufzutreiben. Und schwupp! mache ich einen wahren Glücksgriff: eine kleine Skulptur aus Ton, die ein Rentier darstellt. Ich taufe sie „Gustav zwo“ und lasse sie in meinem Rucksack verschwinden.

Dann aber fällt mein Blick auf einen Kalender, und ich zucke zusammen. Schon der 29. August, und ich trödele immer noch am Bottnischen Meerbusen herum? Bei dem Tempo komme ich ja NIE in Stade an! Ich bitte einen Maler, der vor seiner Staffelei steht, um Papier, Farbe und Pinsel und mache daraus ein Plakat: RENTIER MUSS SCHNELL IN DEN SÜDEN. Das halte ich nun an der Straße hoch und hoffe auf eine Mitfahrgelegenheit. Schon wieder habe ich Glück, denn neben mir hält ein großes Auto mit Pferdeanhänger. Die Fahrerin steigt aus und meint, neben ihrer Stute sei noch ein Platz frei. „Ser jag ut som en häst?“, murmele ich beleidigt in mich hinein. „Seh ich aus wie ein Pferd?“ Die Frau öffnet die Klappe des Anhängers, und ich sehe zuerst ein hübsches Pferdehinterteil mit glänzendem Schweif. Alles so weiß wie der Schnee in meinem winterlichen Lappland. Dann, beim Eintreten, dreht mir die Stute den Kopf zu und mein Herz rast bis in die Geweihspitzen. Was für ein holdes Geschöpf! Was für eine Schönheit ihrer Gattung! „Hallo. Ich heiße Lotta“, haucht sie mir zu. „Übermorgen nehme ich in Jägersro bei Malmö an einem Trabrennen teil.“ 

Malmö… Zwar muss ich nach Göteborg, aber das ist mir jetzt egal. Niemals würde ich auf eine Fahrt neben dieser Traumstute verzichten. LOTTA… 

Mal ehrlich: Ich, der kühne Gustav Karlson aus dem hohen Norden, bin doch ein echter Glückspilz.



23. August

Sweets for my sweets in stade

 

“Darn och sydd upp!”, schimpfe ich wiederholt vor mich hin. „Verflixt und zugenäht!“

Bitte verzeiht mein ungestümes Fluchen, liebe Freunde. Mein Huf vorne rechts tut so weh, dass ich eine Pause einlegen muss. An der Wegstrecke kann es nicht liegen, denn ich bin ja noch gar nicht weit gekommen. Als ich mir den Huf genauer angucke, entdecke ich diesen dicken Stein zwischen meinen Zehen. Hat sich doch der Lümmel so fest in meinem Spreizhuf eingenistet, dass ich ihn kaum rausgepuhlt kriege. „Dumma klump!“ – „Blöder Klumpen!“, rufe ich ihm nach, während ich ihn in hohem Bogen wegschleudere. Kein Wunder, dass es hier von Steinen nur so wimmelt. Ich laufe nämlich gerade durch das 409-Seelen-Dorf Svappavaara, das für seinen Bergbau und Steinbruch bekannt ist. STEINBRUCH! Man sollte besser sagen BEINBRUCH! Während ich mich noch frage, wie ich diese Holperstrecke heil überstehen soll, fällt mein Blick auf die andere Straßenseite. Träume ich??? Direkt vor meinen Augen steht ein Laden VOLLER NASCHIS! Angesichts der bunten Lollis, Bonbons, Schokoladen und Fruchtgummis läuft mir das Wasser im Rentier-Maul zusammen. Als Wegzehrung kaufe ich bergeweise „Polkagrisar“, diese köstlichen, rotweißen Zuckerstangen, die mir immer ein hinreißendes Lutschvergnügen bescheren.

Apropos Bescherung… Soll ich Euch auch ein paar schwedische Süßigkeiten nach Stade mitbringen?  Wenn Ihr rechtzeitig bestellt, packe ich sie gern in meinen Rucksack für den NORDLICHT Weihnachtsmarkt.

 


25. August

Kein Stopp in Piteå ohne Pitepalt

 

Hej meine lieben Freunde,

nach einigen Kilometern durchs Inland machen mir die sommerlichen Temperaturen zu schaffen. „Vilken galen hetta!“, stöhne ich. „Was für eine Wahnsinnshitze!“ Zum Glück weht mir von Schwedens Ostseeküste her eine leichte Brise um die Nase, während ich schwitzend durch Piteå trotte. Einfach hinreißend, dieses Städtchen mit seinen hübschen Häusern, das mich sofort an mein Reiseziel erinnert. Und genauso wie in Stade gibt es hier auch Flüsse!  

Ich tauche ein in das kühle Nass und schwimme ein Stück ostwärts. Wie erfrischend – ich fühle mich wie neugeboren! Jetzt fehlt mir nur noch was für meinen knurrenden Magen, zum Beispiel ein Scheibchen Knäckebröd, und ich strotze wieder vor Tatendrang. „Knäckebröd, Knäckebröd…“, murmele ich wie ein Mantra vor mich hin und bleibe nach 10 Minuten wie angewurzelt stehen. Vor meinen Augen lockt ein kleines Restaurant mit großem Werbeschild: „Idag vår läckra pitepalt“ – „Heute unser köstliches Pitepalt“. WIRKLICH? Da wünsche ich mir trockenes, bröseliges Knäckebröd und stolpere mitten hinein in eine norrländische Delikatesse: Pitepalt! 

Das kennt Ihr nicht??? Dann habt Ihr was verpasst. Pitepalt sind Kartoffel-Mehl-Klöße, gefüllt mit Butter und leckeren Beeren. Köstlich! Das ist nicht irgendein Gericht, meine Lieben, sondern ein GEDICHT. Mir läuft das Wasser im Rentiermaul zusammen und ich gebe sofort meine Bestellung auf: 5 Klöße als kleine Vorspeise, weitere 12 Portionen Pitepalt zum Krafttanken und 8 als Reiseproviant.

Ich komme, meine lieben Freunde! Gutgelaunt und wohlgenährt schnalle ich meinen Ryggsäck auf den Rücken und eile Richtung Stade.    



15. August

Ein Rentier im Anmarsch auf Stade

 

Gestern benaschte ich einen Moltebeerenbusch, Ihr wisst ja, das ist meine Leibspeise, und kippte nach gefühlten 50 kg im Rausch der Völlerei satt und zufrieden auf der saftig grünen Wiese in den Schlaf der Gerechten. Doch urplötzlich, um zirka 3 Uhr morgens, erwachte ich mit Blick in den Himmel und dann sah ich sie: Millionen und Abermillionen Sterne und mittendrin sauste eine Sternschnuppe abwärts, genau in meine Richtung. Schnell wünschte ich mir, nicht mehr so allein zu sein, da flog auch schon die nächste Sternschnuppe durch unsere Milchstraße… und noch eine… noch eine… noch eine… Es schnuppte kreuz und quer übers Firmament. Ich wünschte mir, dass der Weihnachtsmarkt NORDLICHT in Stade dieses Jahr WIRKLICH stattfinden würde … dass ich meine Wanderung zu Euch gesund und munter bald antreten könnte… dass… ACH WAS! Die Sternschnuppen flogen so dicht nacheinander, so schnell fielen mir gar keine Wünsche ein. Und dann wurde mir klar, dass ich eine Nacht der Perseiden miterlebte, eine von diesen ganz seltenen Sternschnuppen-Nächten. Vor lauter Staunen und Freude klappte mir der Unterkiefer herunter und ich ließ diesen entzückenden Lichterregen einfach auf mich wirken. Und während ich so nach oben schaute, fiel mir etwas ganz Wichtiges ein: Ich bin ja gar nicht allein auf dieser Welt. Ihr in Stade und ich auf dieser großen, schwedischen Wiese, wir haben alle den gleichen Himmel über uns. Ob ihr die Perseiden auch beobachtet habt oder nicht, spielt keine Rolle. Wir leben alle unter einem Dach, das wir als Himmelszelt bezeichnen. Oder als das 50-Milliarden-Sternehotel. Diese Vorstellung fand ich so hinreißend, dass alle trüben Gedanken aus meinem Kopf verflogen und ich sofort meinen Wandersack schnürte, da mir die Sehnsucht über das Geweih hinaus wuchs, nach Eurer entzückenden Kleinstadt an der Elbe: nach Stade, meinem innig geliebten Stade. 

Also Schluss mit der unerfüllten Sehnsucht – ich komme jetzt wieder auf die Hufe und richte mein stattliches Geweih, ich mache mich auf den Weg. Die knapp 2.300 Kilometer schaffe ich im Sauseschritt, zumal mich die Vorfreude auf unser Wiedersehen so herrlich beflügelt. Jag är glad – ich freue mich!


21. August

Kleiner Abstecher mit Piekser

 

Hej meine lieben Freunde,

mein vollständiges Reisetagebuch findet Ihr übrigens auf https://www.nordlicht-stade.de/gustavs-tagebuch/ und heute schreibe ich hier mein Tageserlebnis für Euch auf:

In Kiruna führt mich mein Weg direkt an einem Impfzentrum vorbei. Ich bremse ab und stelle mich in die kurze Warteschlange, denn ich will ja gesund und munter in Eurem schönen Stade ankommen. Nur 5 Personen vor mir – das geht bestimmt ganz fix. Da höre ich eine Frau sagen, dass der Einstich der Impfnadel ja nicht weiter schlimm ist. EINSTICH?! NADEL?! Meine Beine fühlen sich plötzlich an wie Wackelpudding, mir wird schwarz vor Augen und ich fürchte schon, in Ohnmacht zu fallen. „Steh doch mal still“, faucht mich ein Mann hinter mir an. „Du schwankst ja wie nach einer ganzen Flasche Skåne Akvavit!“ Entrüstet drehe ich mich zu ihm um: „Ich trinke keinen Schnaps! Niemals!“, entgegne ich wütend, merke aber, dass mich meine Angst vor der Impfung fast von den Hufen haut.  Zum Glück werde ich in dieser Sekunde aufgerufen und zu einer Ärztin durchgelassen. Die merkt natürlich, dass ich am ganzen Leib schlottere. „Lass das Bein ganz locker, Gustav, dann ist es gleich geschafft.“ Das sagt sich so leicht… Als sich die Nadel meinem linken Vorderlauf nähert, schreie ich so laut ich kann: „Stanna! Lägg undan den! – Stop! Leg das Ding weg!“ Doch da ist es schon passiert und – HURRA! – ich darf wieder an die frische Luft. Bin echt verdutzt, weil es so schnell ging und gar nicht wehgetan hat. Bloß ein lächerlicher kleiner Pieks, mehr war es nicht. Aber als ich dem Mann von vorhin begegne, der nun dran ist, raune ich ihm zu: „Pass bloß auf. Ohne 2 Liter Skåne Akvavit hältst du das nicht aus.“ Er wirft mir einen ängstlichen Blick zu, und ich flitze schnell an ihm vorbei nach draußen, damit er mein lautes Gekicher nicht hören kann.

Wie war’s denn bei Euch, meine entzückenden Freunde? Habt Ihr die Impfung gut überstanden? #rentierontour #stade #adventsglück

 


Öffnungszeiten

 

25. November bis 23. Dezember 2021.

 

So-Fr:

12 bis 19 Uhr - Gastronomie auslaufend.

 

Sa:

11 bis 20 Uhr - Gastronomie auslaufend.

 

Das Marktgelände befindet sich am Fischmarkt mit Blick auf den Hansehafen und auf das Museum "Schwedenspeicher". 

 

Der Eintritt ist frei.

Anfahrt und Parken

Die Hansestadt Stade bildet den Mittelpunkt der Urlaubsregion "Altes Land am Elbstrom" in Niedersachsen zwischen Hamburg und Cuxhaven.

 

Für die Anfahrt mit der Bahn sind besonders die folgenden Routen sehr empfehlenswert:

  • der Regionalexpress "Start Unterelbe" aus Cuxhaven und Hamburg
  • die S-Bahn S3 aus Hamburg
  • die historische Bahn "Moorexpress" aus Bremen fährt an den Wochenenden

 

Der Weihnachtsmarkt "Nordlicht" ist vom Bahnhof in wenigen Gehminuten erreichbar.

 

Bei der Anreise per PKW finden Sie Parkmöglichkeiten in den Parkhäusern der Stader Altstadt: "Wallstraße", "Rathaus" und "am Sande" - diese sind jeweils 30 Min. länger als der Weihnachtsmarkt geöffnet.

 

Zum Parkhaus-Navigator ...

 

Zum Stadtplan Stade ...

 

Der Reisebusparkplatz befindet sich am Stadthafen (Hansestraße), nur wenige Laufmeter vom Fischmarkt entfernt.

Öppettider

 

25. November till 23. December 2021.

 

Sön-Fre:

kl. 12:00-19:00 Baren Äröppen tills alla gått hem.

Lör:

kl. 11:00-20:00 Baren Äröppen tills alla gått hem.

 

Julmarknadsområdet ligger vid fiskmarknaden med utsikt över hamnen och museet "Schwedenspeicher".

 

Inträde är gratis.

Vägbeskrivning och parkering

Hansstaden Stade utgör centrum för denna turistregion "Altes Land am Elbstrom" (Gamla landet vid Elb-floden) i Niedersachsen mellan Hamburg och Cuxhaven.

Om du reser med tåg rekommenderas följande rutter starkt:

Regional Express "Start Unterelbe" från Cuxhaven och Hamburg

S-Bahn S3 från Hamburg

Det historiska tåget "Moorexpress" från Bremen är i drift på helgerna Julmarknaden "Nordlicht" ligger inom gångavstånd från tågstationen.

Besökare som anländer med bil hittar parkeringsmöjligheter på parkeringshusen i Stader Altstadt.

 

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Till kartan över Stade ...

 

Bussparkeringen ligger vid stadshamnen (Hansestraße), bara några meter från fiskmarknaden.

Opening hours

 

25th November until 23rd December 2021.

 

Sun-Fri:

12-7pm - Bar Open-end.

 

Sat:

11-8pm - Bar Open-end.

 

The Christmas Market area is located at the Fish Market with a view of the harbor and the museum "Schwedenspeicher".

 

Admission is free.

 

Directions and Parking

 

The Hanseatic city of Stade forms the center of this tourist region "Altes Land am Elbstrom" (Old Country on the Elb River) in Lower Saxony between Hamburg and Cuxhaven.

If you are travelling by train the following routes are highly recommended:

The Regional Express "Start Unterelbe" from Cuxhaven and Hamburg

The S-Bahn S3 from Hamburg

The historic train "Moorexpress" from Bremen is in service on the weekends

The Christmas market "Nordlicht" is within walking distance of the train station.

Visitors arriving by car will find parking facilities in the multi-storey car parks of Stader Altstadt.

 

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The coach parking lot is located at the city harbor (Hansestraße), only a few metres from the Fish Market.


Eine Veranstaltung der:

in Kooperation mit: